FESTIVAL CONTRE LE RACISME

festival contre le racisme

Das diesjährige „festival contre le racisme“ findet im Zeitraum zwischen dem 1. Juli und dem 29. Juli statt. Auch in diesem Jahr fällt der Festival Tag coronabedingt ins Wasser. Dennoch wollen wir mit einer Veranstaltungsreihe eine Auseinandersetzung mit Hintergründen und Formen von (gruppenbezogener) Menschenfeindlichkeit anstoßen. Wir freuen uns die Veranstaltungen überwiegend in Präsenz anbieten zu können, euch unter anderem im Welfengarten empfangen zu können und mit euch persönlich ins Gespräch zu kommen. Wie jedes Jahr ist die Veranstaltungsreihe in Koorperation mit lokalen Gruppen und Initiativen entstanden.

Anne Speltz, Kiara Weisbrod und Oda Becker berichten von der prekären Situation von Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos und den Möglichkeiten sich solidarisch zu engagieren. Stefan Stolzenberger und Eva Fuhrmann diskutieren die Möglichkeiten einer solidarischen Arbeit mit Geflüchteten im Kontext von kapitalistischer Vergesellschaftung. Yevgen Bruckmann und Jasper M. Köster reflektieren in einem Workshop-Format die Grenzen und Möglichkeiten von politischer Bildungsarbeit. Till Ewald und Patrick Bredl bieten einen historischen Stadtrundgang zur Geschichte Lindens im Nationalsozialismus. Die Liberale Jüdische Gemeinde öffnet sich für Interessierte und bietet eine Führung durch die Gemeinde an. Johanna Thiemecke und Helge Regner sprechen über die Funktion, Wirkungsweise und die aktuellen Ausprägungen von israelbezogenem Antisemitismus. Thorsten Mense spricht über das neue deutsche Selbstbewusstsein nach der Heim-WM 2006 und Deutschland als europäische Hauptstadt des Rechtsterrorismus. Schmalle referiert über die islamischen Dachverbände im Spannungsfeld von Religion, Politik und Nationalismus. Die Initiative Aktiv gegen Rassismus und Ende Gelände Hannover organisieren eine Vernetzung und wollen für ein antifaschistisches Klima streiten.

Denn Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus muss Widersprochen werden. 

Wir hoffen, dass wir einander bei der ein oder anderen Veranstaltung über den Weg laufen und ein Raum für Austausch entsteht.

Aktuelle Situation auf Lesbos  und Beispiele praktischer Solidarität

Wie ist die Situation auf Lesbos jetzt, fast ein Jahr nach dem katastrophalen Brand im Camp Moria? Tausende Menschen harren noch immer vor Ort aus, Deutschland hat die Aufnahmen erst mal gestoppt.

Was kann Mensch tun?

Wir, drei Frauen aktiv bei Hannover Solidarisch, waren selbst lange auf Lesbos. Wir berichten über die Situation und unsere Erfahrungen. Wir wollen auch zeigen, wie selbstorganisierte Gruppen aus geflüchteten und nicht geflüchteten Menschen gemeinsam versuchen der katastrophalen Situationen etwas entgegenzusetzten auf Lesbos und in Hannover.

Anne Speltz, Fotografin, hat mit Refocus Media Lab Fotoworkshops mit Geflüchteten gestaltet. Sie berichtet von ihren Eindrücken, die sie durch die fotografische Arbeit und dem täglichen Kontakt zu den Menschen bekommen hat.

Kiara Weisbrod aktiv bei der No Border Kitchen (NBK) Lesbos und bei WISH (Woman in Solidarity House) einem antirassistischen und feministischen Projekt,

Oda Becker aktiv bei der NBK Lesbos und der Kampagne „You can´t evict Solidarity“ thematisiert u.a. die Repressionen gegen die Geflüchteten, wie die willkürliche Anklage von 6 Jugendlichen nach dem Brand am 8. September 2020

Donnerstag, 1. Juli
20:00 Uhr
UJZ Korn

Zwischen Rationalität und Beispiele praktischer Solidarität

Antisemitismuskritische Bildungsarbeit befindet sich spätestens seit der Nachkriegszeit in einem Spannungsfeld. Lange wurde und wird sich in der politischen Bildungsarbeit auf die Vermittlung von Faktenwissen zur Bekämpfung von Ängsten und Vorurteilen fokussiert.

Neuere Ansätze versuchen die Wurzeln antisemitischer Gefühle und Handlungsweisen, welche den gesellschaftlichen Verhältnissen entspringen, im Individuum zu suchen und diese durch eine Auflösung emotionaler Konflikte zu bearbeiten. Dieser Vortrag, gefolgt  von einem Workshop, soll einen Einblick in Vor- und Nachteile verschiedenster Bildungsansätze geben. Unter der Berücksichtigung den Antisemitismus als Weltanschauung und Leidenschaft zu begreifen, soll gemeinsam mit den Referenten ein möglicher Rahmen für moderne emanzipatorische Bildungsarbeit erarbeitet werden. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Interessierte aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Bildungsarbeit. Es sind natürlich alle die sich mit dem Thema beschäftigen wollen willkommen.

Ein Workshop mit Yevgen Bruckmann & Jasper M. Köster

Eine kurze Anmeldung per Mail an dialog@ljgh.de ist erforderlich.

Dienstag, 6. Juli
18:00 Uhr
UJZ Korn

Begleitung durch die liberale jüdische Gemeinde

Jüdisches Leben kennen die meisten Menschen in Deutschland nur aus Geschichtsbüchern und historischen Dokumentationen. Was dabei wirklich jüdisches Leben und Tradition ausmacht wissen die wenigsten. Die Liberale Jüdische Gemeinde Hannover bietet im Rahmen des FCLR eine Führung durch die Synagoge an um Interessierten einen Einblick in die Lebensrealität von Jüd*innen und Juden in Deutschland zu geben.
Eine Anmeldung ist notwendig und die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt.

Anmeldungen per Mail bitte an dialog@ljgh.de.

 

Mittwoch, 14. Juli
18:00 Uhr
Liberale Jüdische Gemeinde

Rotes oder Braunes Linden?

Stadtteilrundgang mit Till Ewald und Patrick Bredl

Über Linden zur Zeit des Nationalsozialismus wurde viel geschrieben – denn die Geschichte des »roten« Linden zeigt eindrucksvoll, dass es möglich war den Nazis aktiv entgegenzutreten. Mit einem Stück Lokalstolz wurde so in der kollektiven Erinnerung die Geschichte Lindens zu einer Geschichte des Widerstands. Ausgeblendet wurde hierbei oft der nationalsozialistische Alltag, die umfassende Nationalsozialisierung aller öffentlichen Sphären, sowie die Bereitschaft der Arbeiter*innenschaft die NS-Ideologie zu übernehmen. Anpassung, »Arisierung«, Zwangsarbeit, Vertreibung und Deportation waren ebenso fester Bestandteil des »roten« Linden, wie auch die Bevölkerung keineswegs frei von nationalsozialistischer Ideologie war. Anhand von Orten nationalsozialistischer Politik

 

und Orten des Widerstands soll bei diesem Stadtteilrundgang ein Blick geworfen werden auf die »Vielfältigkeit« Lindens im NS. Der Spaziergang wird ca. 3 bis 3 1/2 Stunden dauern und im Tempo Rücksicht auf alle nehmen. 

 

Der Rundgang findet mit einem Hygienekonzept statt – um vorherige Anmeldung per Mail an teilhabe@asta-hannover.de wird gebeten.

Freitag, 16. Juli
17 Uhr
Treffpunkt am Lindener Marktplatz

Aktionstraining für ein antifaschistisches Klima

Stell dir vor es ist Bundestagswahl und niemand wählt die AfD. Stell dir vor Kohle- und Gasförderanlagen stehen still. Jetzt stell dir vor, du hättest dabei mitgeholfen. Wäre das nicht großartig? In Niedersachsen beginnt bald der AfD Wahlkampf und in Brunsbüttel ist ein neues Gasterminal geplant. Zu beiden Anlässen wollen wir Widerstand leisten und das kann man üben. An diesem Tag geht es um das 1×1 des massenhaften Ungehorsams, das Proben von Blockaden und eine Vorstellung verschiedener kreativer und frecher Aktionsformen. Außerdem soll es darum gehen, welche Aktionsformen in Zeiten von Corona angepasst werden können. Wir freuen uns auf Neugierige, die mit und ohne Erfahrung aktiv werden wollen. Wir haben uns Gedanken über ein Hygienekonzept gemacht. Kommt vorbei, um unseren gemeinsamen Widerstand für eine solidarische Welt praktisch zu trainieren! 

Eine gemeinsame Veranstaltung von Ende Gelände Hannover und Aktiv gegen Rassismus.

Sonntag, 18. Juli
14:00 - 20:00 Uhr
Burg (Burgweg 5, 30419 Hannover)

Ging es wirklich um Scheich Dscharrah?

Israelbezogener Antisemitismus – Funktion, Wirkungsweise und aktuelle Ausprägungen

Durch die Ereignisse im Frühjahr des Jahres wurde wieder einmal deutlich wie sehr die politische Situation in Israel das Leben von Jüdinnen und Juden weltweit beeinflusst. Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen kam es auf Kundgebungen und Demonstrationen aus dem Palästina-solidarischen Umfeld immer wieder zu zahlreichen antisemitischen Vorfällen. Doch auch abseits dieser Veranstaltungen werden Jüdinnen und Juden zum Ziel antisemitischer Attacken. 

Dass die vermeintliche oder auch ernst gemeinte Solidarität mit dem Anliegen der Palästinenser:innen immer wieder zu Attacken gegen Jüdinnen und Juden oder jüdische Institutionen der Diaspora führt sollte schon allein Grund genug sein sich mit dem Thema des israelbezogenen Antisemitismus zu beschäftigen. Abseits der politischen Kundgebungen wurde jedoch ebenso aufgeheizt darüber diskutiert wann die entsprechenden Veranstaltungen oder Aussagen als antisemitisch zu deuten seien und wann es sich um legitime „Kritik“ handele. Dabei konnte der Eindruck gewonnen werden, die Deutung was antisemitisch sei, wäre je nach politischer Ausrichtung oder persönlicher Einstellung zum Konflikt frei wählbar und die Wahrheit liege irgendwo dazwischen.

Um dieser scheinbar willkürlichen Diskrepanz zu begegnen sollen in dem Vortrag die Geschehnisse der letzten Monate analysiert und in ihren historischen und theoretischen Kontext eingeordnet werden. Hierfür soll zuerst eine Einführung stattfinden, was das Phänomen des israelbezogenen Antisemitismus ausmacht und welche Bedeutung diesem insbesondere im postnazistischen Deutschland zukommt. Anhand von Parolen und Aussagen die von RIAS Niedersachsen dokumentiert wurden und Vorfälle die internationale Bekanntheit erlangten soll exemplarisch der antisemitische Gehalt auch in seiner chiffrierten Form sichtbar gemacht werden.

Johanna Thiemecke (Bildungsreferentin bei dem Projekt Antidot – Engagiert gegen Verschwörungserzählungen der Amadeu Antonio Stiftung in Niedersachsen) & Helge Regner (Mitarbeiter der RIAS NDS der Amadeu Antonio Stiftung in Niedersachsen)

Donnerstag, 21. Juli
18:00 Uhr
Online

15 Jahre deutsches Sommermärchen

Vom Weltmeister der Herzen zur europäischen Hauptstadt des Rechtsterrorismus

»Wenn die nationale Borniertheit überall widerlich ist, so wird sie namentlich in Deutschland ekelhaft«, schrieben Marx und Engels bereits vor über 150 Jahren, und diese Feststellung trifft auch heute noch zu. Vom deutschen Sommermärchen und Schland-Partypatriotismus bis zum Einzug der AfD in den Bundestag war es nur ein kurzer Weg, und nun ist die neue deutsche Volksgemeinschaft unter dem Dach der »Heimat« wieder vereint. Dass Heimatliebe kein Verbrechen sei, da sind sich mittlerweile alle einig, nur vom faschistischen Stichwortgeber will man nichts mehr wissen, ebensowenig vom Zusammenhang dieser völkischen Kollektivliebe und den rassistischen Morden in Hanau. Die autoritäre Revolte und ihre Begriffe haben längst die höchste Regierungsebene erreicht, statt in heimlichen Wehrsportgruppen können sich Nazis nun bei der Bundeswehr im bewaffneten »Heimatschutz« ausbilden lassen. Vielen Staatsdienern in Uniform ist das aber nicht genug, und so planen sie in ihrer Freizeit den gewaltsamen Umsturz. Anstelle von Rassismusstudien bei der Polizei gibt es Stammbaumforschung bei migrantischen Straftäter:innen, und wer darin deutsche Kontinuität erkennt, macht sich des neuen politischen Straftatbestandes »Deutschfeindlichkeit« verdächtig. Das neue deutsche Selbstbewusstsein bekommen täglich Geflüchtete am eigenen Leib zu spüren – wenn sie es denn überhaupt lebend hierher geschafft haben, was die Regierung mit viel Engagement in der europäischen Flüchtlingsabwehr zu verhindern weiß. Diese Zustände sind nicht das Werk der neuen Nazis, die noch in der Opposition verharren, sondern der demokratische Normalzustand in Deutschland, wo es kein Widerspruch ist, sich als »Weltmeister der Herzen« zu imaginieren und gleichzeitig bei rechter Gewalt seit Jahren den europäischen Spitzenplatz einzunehmen. 

Thorsten Mense ist Soziologe, freier Autor und Journalist. Er schreibt u.a. für die Wochenzeitung Jungle World sowie das Monatsmagazin Konkret. 2016 erschien von ihm das Buch »Kritik des Nationalismus«. Aktuell ist er (wenn es wieder möglich ist) zusammen mit Thomas Ebermann und der szenischen Lesung »Heimat – Eine Besichtigung des Grauens« auf Tour.

Um das geplante Veranstaltungskonzept durchführen zu können, wird um eine vorherige Anmeldung per Mail an polbil@asta-hannover.de gebeten.

Freitag, 23. Juli
18 Uhr
Welfengarten

Die islamischen Dachverbände

zwischen Religion, Politik und Nationalismus

In Deutschland stellen einzelne islamische Dachverbände weiter den Anspruch für alle Muslim*innen im Land zu sprechen, wobei sie anhand der Mitgliederzahlen nur max. 20% dieser vertreten. Ob nun Ditib, der selbsternannte Zentralrat der Muslime oder der Islamrat, sie alle verkaufen sich in der Öffentlichkeit als demokratische Organisationen und haben doch, laut diverser Expert*innen und staatlicher Ämter, Verbindungen zu Organisationen wie der islamistischen AKP, der Millî Görüş-Bewegung, den Muslimbrüdern oder dem Spektrum türkischer Nationalist*innen.

 

Wer oder was sind die Akteur*innen, die Bund und Ländern als Ansprechpartner*innen oder gar Integrationshelfer*innen gelten, und gleichzeitig in ihren Gemeinden ein Islamverständnis propagieren, das auch politische Inhalte vermittelt und immer wieder in Reibung mit den Menschenrechten kommt? Ein Blick hinter die Kulissen von drei der vier islamischen Dachverbände.

Schmalle ist ein Blogger aus dem Ruhrgebiet, der hauptberuflich als staatlich anerkannter Erzieher mit jungen Erwachsenen arbeitet, insbesondere mit Muslim*innen und Geflüchteten. Auch privat engagiert er sich seit Jahren im Integrationsbereich, kooperiert mit liberalen Muslim*innen und hält deutschlandweit Vorträge zu den Themen Islam, Islamismus und türkischer Nationalismus.

 

Sein Hauptfokus liegt auf der Aufklärung innerhalb des links-liberalen Spektrums, wobei er in der Vergangenheit bereits in linken Parteien Mitglied und aktiv war. Muslim*innen sind für Schmalle keine „Kuscheltiere“, die vor Kritik beschützt werden müssen, sondern Menschen mit allen Rechten und Pflichten, die das Gesicht unserer freiheitlichen, pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft seit Jahren mitbestimmen und gestalten. In diesem Sinne gilt es sich auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam Lösungen da zu erarbeiten, wo es nötig ist.

 

Beispielhaft für Schmalles Demokratie-Verständnis ist der Debattierclub der Freien Universität Oberhausen, der durch ihn konzipiert und bis heute äußerst erfolgreich durchgeführt wird und sein Hauptaugenmerk auf eine qualitative Streitkultur als Symbol für eine intakte Demokratie legt.

 

Um das geplante Veranstaltungskonzept durchführen zu können, wird um eine vorherige Anmeldung per Mail an polbil@asta-hannover.de gebeten.

Samstag, 24. Juli
18:00 Uhr
Welfengarten

Geflüchtete im Kontext kapitalistischer Vergesellschaftung und Verwertung

Kapitalismus ist ein gesamtgesellschaftlicher Mechanismus, der in seiner Eigendynamik als Folge immer Ausbeutung und Verwertung mit sich bringt. Jeder Mensch unterliegt ihm und jeder Mensch treibt den Kapitalismus Tag für Tag, Stunde um Stunde voran. Diese Antriebskraft der Ausbeutung und Verwertung, durch erzeugen von produktiven Mehrwert kommt im Kontext mit Geflüchteten auf ganz besonders pervertierte Art zum Ausdruck.

 

In einer Diskussion, wie solidarische Arbeit mit Geflüchteten trotz dieses Faktes aussehen kann, sind zu hören:

 

Steffen Stolzenberger hat Erfahrung in vier Jahren Unterstützungsarbeit in dem 2016 gegründeten Hannoveraner Projekt Queer Refugees Hannover und skizziert die Widersprüche, in die sich konkrete Unterstützungsarbeit unter den Bedingungen kapitalistischer Vergesellschaftung notwendig verstrickt. Er beschäftigt sich mit der Kritik jüngster wissenschaftlicher Publikationen zum Themenkomplex „Queer & Flucht“ sowie des sich in diesem Zusammenhang konstituierenden politischen Aktivismus und gibt von hier aus einen grundlegenden Problemsaufriss über den Umgang mit queeren Geflüchteten in Deutschland. 

 

Eva Fuhrmann ist als Mitbegründerin des Flöther Frauen Forum aktiv welches sich gegen 2001 aufkommende Rechtestrukturen im Ortskreis Oderwald gründete. Sie sammelte 2015 aus dem Wunsch heraus außer durch Teilnahme an Demonstrationen, Unterstützungsarbeit zu für Geflüchtete zu leisten, Erfahrungen im Bereich des Ehrenamtes mit den strukturellen Problemen denen Geflüchtete durch Staat und Gesellschaft ausgesetzt sind. Durch die Unterstützung der Kurse „Orientierung für Geflüchtete“ über die Evangelische Familienbildungsstätte, entwickelte sich schnell weiterer Handlungsbedarf in der Unterstützung und Begleitung von Geflüchteten im Zusammenhang mit deutschen Ämtern. Daraus resultierte die Entwicklung des Patenprojekts mit zeitweise um die 30 ehrenamtlichen Paten welches sich über Spendengelder finanzierte. Aus diesem Kontext entstanden weitere Gruppen wie z.B. Jugend und Frauengruppen, die alle mit dem Ziel der Selbstermächtigung der Geflüchteten autonom unter Spendengeldern und ehrenamtlicher Unterstützung stattgefunden haben. 

Um das geplante Veranstaltungskonzept durchführen zu können, wird um eine vorherige Anmeldung per Mail an polbil@asta-hannover.de gebeten.

Donnerstag, 29. Juli
18:00 Uhr
Welfengarten

Rückblick

Das festival contre le racisme – Hannovers Festivalreihe gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit – wird in Hannover bereits seit 2008 durch den AStA der Uni Hannover in Zusammenarbeit mit verschiedensten Initiativen, Strukturen und Gruppen, welche im weiteren Umfeld der Universität angesiedelt sind, organisiert.

In jedem Jahr gibt es ein kostenloses Open Air Konzert im Welfengarten sowie eine Veranstaltungsreihe, die sich inhaltlich auf niedrigschwelligem, wissenschaftlichen Niveau speziell mit dem Phänomen Rassismus und darüber hinaus im ganz allgemein mit der Analyse, dem Entstehen, Bestehen und Wirken von menschenfeindlichen Ideologien in der (deutschen) Gesellschaft befasst.

In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die hannoversche Festivalreihe zur größten bundesweit auszubauen. Mit 5.000 Besucher*innen beim Open Air im Welfengarten und einer rundum überdurchschnittlich gut besuchten Veranstaltungsreihe, ist es uns gelungen, das Festival endgültig als feste Größe in der Region zu etablieren.

Wie das beim Open-Air aussieht, vermittelt das Aftermovie von 2015 ganz schön:

Jüdisches Leben kennen die meisten Menschen in Deutschland nur aus Geschichtsbüchern und historischen Dokumentationen. Was dabei wirklich jüdisches Leben und Tradition ausmacht wissen die wenigsten. Die Liberale Jüdische Gemeinde Hannover bietet im Rahmen des FCLR eine Führung durch die Synagoge an um Interessierten einen Einblick in die Lebensrealität von Jüd*innen und Juden in Deutschland zu geben.
Eine Anmeldung ist notwendig und die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt.

Anmeldungen per Mail bitte an dialog@ljgh.de .

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