08. Juni · Eröffnungsvortrag der Wanderausstellung „Die Opfer des NSU […]“

Ausstellung Opfer des NSU

  • Donnerstag, 08. Juni (Ausstellung 08.06-14.07)
  • 18:30 Uhr
  • Elchkeller (Schneiderberg 50)
  • Thomas Ebermann
  • Elchkeller-Kollektiv

regelmäßige Öffnungszeiten: Mo – Do 10-16 Uhr

weitere Öffnungszeiten: Freitag (09./23./30. Juni) 16 bis 20 Uhr, Samstag (10./24. Juni, 01.Juli) 12 bis 16 Uhr

Im Rahmen eines Eröffnungsortrages stellt die Konzeptorin der Ausstellung Birgit Mair des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. anhand eines bilderreichen Powerpoint-Vortrags das Ausstellungsprojekt vor und geht auf aktuelle Entwicklungen im NSU-Komplex (Prozess, Untersuchungsausschüsse etc.) ein.  Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.

„Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

Wanderausstellung

Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander. Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011. Nach dem Ende des Münchner NSU-Prozesses soll die Ausstellung um eine weitere Tafel ergänzt werden.