12. Juni · Die Attraktivität des Autoritären

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Die Attraktivität des Autoritären

Zur Sozialpsychologie des Rechtspopulismus

Der Zulauf den derzeit in Europa und Nordamerika rechtspopulistische und nationalistische Organisationen finden und die dementsprechenden Veränderungen der gesellschaftlichen Atmosphären und Selbstverständlichkeiten ist rein politikwissenschaftlich nicht zu erklären. Woher stammen die Bedürfnisse, die Ängste, die offenbar angesprochen werden durch die Verheißung eines nationalen Innenraumes, in dem Autokraten traditionelle Werte und Ordnungen garantieren, während draußen, durch Grenzzäune abgesichert, das Böse lauert?

Die psychoanalytische Sozialpsychologie hat sich mit dieser Frage bereits seit dem nationalen Taumel des Ersten Weltkriegs und dem anschließenden Erstarken der extremen Rechten bis hin zur Machtübernahme der Nazis beschäftigt. Sie forscht den affektiven Motiven nach, die Bürger_innen demokratischer Staaten dazu bringen, ihr Heil in der Unterwerfung unter autoritäre Regierungen und die Selbstaufgabe im Volk zu suchen. Und dies als rebellische Selbstermächtigung gegen „die da oben“ zu erleben.

In der Veranstaltung werden diese sozialpsychologischen Überlegungen auf die aktuelle Situation in Deutschland bezogen vorgestellt. Es wird reichlich Raum für Diskussionen geben.

  • Montag, 12. Juni
  • 19:00 Uhr
  • Café Kopi (Rehbockstraße 2)
  • Fast Forward Hannover