19. Juni · Die NSU-Monologe Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit

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  • Dienstag, 19. Juni
  • 20 Uhr
  • Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, Kulturzentrum Pavillon, AStA Uni Hannover

 

Die NSU-Monologe erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU. Durch die Erzählungen von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat wird deutlich, wie in einer von Rassismus geprägten Atmosphäre der Kampf der Angehörigen um die Wahrheit zermürbend und einsam ist. Dieser Kampf der Familien ist eine Auseinandersetzung mit behördlichem Rassismus und mit der Verantwortungslosigkeit und Sensationslust der Medien, mit gesellschaftlicher Gleichgültigkeit und mit mangelnder Unterstützung zum Teil auch durch das nähere Umfeld. Die rassistische Atmosphäre, aus der heraus die Morde des NSU nicht einem neonazistischen Netzwerk zugeschrieben wurden, sondern die Mordursachen in den Personen der Opfer gesucht wurden, ist nach wie vor vorhanden. Denjenigen zuzuhören, die die eigene Erinnerung an einen geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden und der Mehrheitsgesellschaft verteidigt haben, ist die Motivation des dokumentarischen Theaters „NSU-Monologe“. Das Stück ist divers wie die Personen auf deren Erzählungen es wortgetreu aufbaut: mal behutsam, mal fordernd, mal wütend.

Aufführung auf Deutsch mit türkischen und englischen Untertiteln.
Eintritt frei – Kein Einlass nach Beginn der Vorführung.