25. Juni · Was ist Solidarität? Plädoyer für die Renaissance einer solidarischen Theorie und Praxis

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  • Montag, 25. Juni
  • 20 Uhr
  • UJZ Kornstraße, Kornstraße 28-30, 30167 Hannover
  • Solinet Hannover

Was ist Solidarität?
Plädoyer für die Renaissance einer solidarischen Theorie und Praxis

War früher in linken politischen Kontexten der Begriff Solidarität gängig – etwa Klassensolidarität des Proletariats oder die internationalistischen Solidaritätsbewegungen der 1960er bis 1980er Jahre – wird heute vor allem um andere Begriffe wie „Support“, „Allyship“ oder „Komplizenschaft“ gestritten. Insbesondere durch die in den letzten Jahren erstarkte Selbstorganisierung Geflüchteter gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebungen und vieles mehr, stellt sich die Frage nach der Rolle weißer deutscher Aktivist*innen in diesen Kämpfen. In dem Vortrag soll der Begriff Solidarität aus Perspektive Kritischer Gesellschaftstheorie und durch Bezug auf Diskussionen mit geflüchteten Aktivist*innen erneut erkundet werden. Heißt „solidarisch sein“ eine Ausrichtung auf und somit Konstruktion des Anderen? Oder ist Solidarität nicht viel mehr ein im Individuum verankerter aber auch kollektiver Prozess, der uns und somit Gesellschaft verändern kann?

„Bedingung für die freie Gesellschaft sind autonome Individuen, die zur Solidarität fähig sind.“ (Bundschuh 1998)

Lisa Doppler promoviert an der Justus-Liebig-Universität Gießen zu Herbert Marcuse im Dialog mit Intellektuellen der Refugee-Bewegung. Sie wohnt in Hannover und ist aktiv bei Solinet.

Montag 25.06.18, 20 Uhr, UJZ Kornstraße, Kornstraße 28-30, 30167 Hannover